Ja, ich bin schwanger. Und so flach wie auf dem Foto ist mein Bauch schon länger nicht mehr, ich bin mittlerweile im zweiten Trimester und unser Baby Nummer 3 ist für März ausgerechnet.

Ich muss sagen, während ich die erste Schwangerschaft noch absolut bewusst wahrgenommen habe, fliegt die dritte Schwangerschaft gerade noch mehr an mir vorbei als die zweite, in der ich auch schon wenig Zeit hatte, mich auf das Schwangersein zu konzentrieren.

Schwanger und glücklich?

Ich habe nie zu den Frauen gehört, die gerne schwanger sind und die gefühlt während der gesamten Zeit auf Wolke 7 geschwebt haben. In den ersten beiden Schwangerschaften mit dem Julimädchen und dem Aprilmädchen war mir in den ersten drei Monaten quasi permanent schlecht (allerdings ohne dass ich mich übergeben musste).

Danach ging es mir eine Zeitlang ganz gut. Und dann war mein Bauch so groß, dass ich meine Füße nicht mehr sehen konnte, das Schuhe anziehen und das Schlafen oder im Bett herum drehen schwer fiel.

Versteht mich nicht falsch, ich bin eigentlich ganz gerne schwanger. Und ich mag das Wissen, das in mir ein kleiner Mensch heran wächst – wenn auch dabei das etwas beunruhigende Gefühl ist, dass dieser Mensch ja auch noch seinen Weg aus mir herausfinden muss. Und ich liebe es, die Bewegungen des Babys in mir spüren so können, auch wenn ich aktuell leider noch nicht so weit bin, dass ich viel spüren kann.

Aber auf dieses ganze Drumherum, also die Übelkeit, die körperlichen Beschwerden, die mit der Schwangerschaft einher gehen, die Stimmungsschwankungen, unreine Haut und die Unbeweglichkeit – auf all das könnte ich ganz wunderbar verzichten und am liebsten einfach vor spulen zu der Stelle, wo am Ende ein klitzekleines Neugeborenes auf meiner Brust liegt.

Unbeschwerte Schwangerschafts-Zeit? So einigermaßen…

Die ersten beiden Schwangerschaften waren verhältnismäßig entspannt – von den üblichen Beschwerden eben abgesehen. Viel anstrengender fand ich das Ganze drum herum. Beim Julimädchen war alles neu und wir haben versucht, uns so gut wie eben möglich auf unser Baby und die Zeit mit dem Baby vorzubereiten.

Beim Aprilmädchen wussten wir ja zumindest schon ein bisschen, was uns erwartet und waren, was das anging, wesentlich entspannter und viel weniger nervös. Allerdings haben wir zu dieser Zeit ein Haus gekauft und mussten dann seeeehr lange darauf warten, dass die Vorbesitzer nun endlich ausziehen (das hat mich dann doch wieder recht nervös gemacht und meinen Zeitplan etwas durcheinander geworfen…).

Kurz vor der Geburt konnten wir dann die letzten Renovierungs-Arbeiten am Haus fertigstellen und einziehen. Und ich meine damit wirklich ganz kurz vor der Geburt: das Aprilmädchen wurde keine 48 Stunden nach dem Umzug geboren.

Die dritte Schwangerschaft

Jetzt ist alles etwas anders und hat direkt mit Chaos begonnen. Pünktlich zum positiven Schwangerschaftstest hatten wir im Haus einen Wasserrohrbruch, sodass wir die halbe Küche nicht ordentlich benutzen konnten und die Kita-Ferien haben begonnen.

Dadurch hatte ich beide Kinder 24/7 wieder in meiner unmittelbaren Nähe. Das waren wir zwar aus der Corona-Lockdown-Zeit schon gewohnt. Zusammen mit dem Chaos durch den Wasserrohrbruch und meine Schwangerschaft und der damit verbundene Übelkeit und Müdigkeit war es für mich allerdings wesentlich anstrengender als in den 12 Wochen Lockdown im Frühjahr…

Außerdem wollten wir den Kindern auch nicht sofort von meiner Schwangerschaft erzählen (sonst hätte es auch direkt das halbe Dorf gewusst). So konnten sie logischerweise auch wenig Rücksicht auf meinen Zustand nehmen und hatten wenig Verständnis für mein Bedürfnis nach Ruhe, auch wenn ich hin und wieder mal gesagt habe, dass es mir gerade „nicht so gut geht“.

Gewohnte und ungewohnte Beschwerden

Müdigkeit und Übelkeit zu Beginn der Schwangerschaft bin ich auch aus den anderen beiden Schwangerschaften gewohnt. Auch Gefühlsschwankungen und unreine Haut durch die Hormonumstellungen in der Schwangerschaft kenne ich bereits.

Jetzt, wo das erste Drittel vorbei ist und beide Kinder regelmäßig in die Kita gehen, hat meine Übelkeit leider trotzdem nicht wirklich nachgelassen. Sie war kurz weg und ist jetzt wieder da, gefühlt schlimmer als vorher…

Viele Lebensmittel, aber auch Gerüche vertrage ich gerade nicht oder sie verursachen mir wieder mehr Übelkeit und Sodbrennen. Das war in den anderen Schwangerschaften anders oder erst gegen Ende der Schwangerschaft, als der Magen nur noch wenig Platz hatte, der Fall.

Gleichzeitig juckt meine Haut aktuell ganz wahnsinnig: offenbar gibt es so etwas wie Schwangerschafts-Neurodermitis, was mir ganz neu war, das kannte ich vorher auch nicht. Ich kann nicht gut schlafen, mein Rücken schmerzt und dann sind dann ja noch zwei Kinder, die nachmittags nach der Kita Zuwendung und Beschäftigung brauchen…

Mehrfach-Belastung: Schwangerschaft, Arbeit, kranke Kinder, …

Ihr merkt sicher schon – das Ganze ist für mich gerade nicht besonders einfach. Zusätzlich ist seit Anfang Oktober meine Elternzeit beendet und ich gehe wieder in Teilzeit arbeiten. Auch wenn der Mutterschutz ab Februar schon fast in Sichtweite ist, merke ich, wie die Gesamtsituation für mich gerade sehr belastend und ermüdend ist.

Außerdem waren die Kinder seit Ende der Sommerferien schon zweimal erkältet zu Hause, sodass ich auch die Vormittage weniger als geplant allein war – und dann mit kranken Kindern zu Hause noch vom Home Office aus arbeiten musste. Aber vielleicht dient der ganze Stress auch als gute Vorbereitung auf die Zeit als Dreifach-Mama, die sicher auch voller Trubel und selten langweilig sein wird?

Mir ist bewusst, dass das Ganze für viele sicher Jammern auf hohem Niveau ist – vielen Frauen geht es während der Schwangerschaft wesentlich schlechter. Ich muss mich nicht permanent übergeben und Krankenhausaufenthalte während der Schwangerschaft hatte ich bisher auch nie.

Weniger Stress und mehr Fokus auf die Schwangerschaft?

Die Hälfte der Schwangerschaft ist nun schon fast vorbei. So wirklich genießen konnte ich die Zeit leider bisher nicht.

Ich hoffe natürlich trotzdem, dass der Stress bald etwas nachlässt und dass ich auch noch etwas Zeit finde, mich mehr mit der Schwangerschaft und dem Baby in meinem Bauch zu beschäftigen.

Aus diesem Grund habe ich einen Geburtsvorbereitung für Mehrgebärende gebucht, der im November starten wird. Aufgrund der Corona-Situation findet der Kurs ausschließlich online statt, aber ich hoffe trotzdem, auf ein paar neue Bekanntschaften meiner Mit-Schwangeren im Kurs.

Außerdem habe ich ein Hypnobirthing-Buch mit angeleiteten Meditationen als Mp3s, die ich mir regelmäßig anhören möchte. Ich werde berichten, wie die Schwangerschaft weiter verläuft.

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Sonnenkinderleben.de: Ich bin Jenni und hier findest du mehr über mich.

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