Wie wir uns drinnen und draußen im CoronaWinter beschäftigen

Da sind wir wieder im nächsten Lockdown und wer weiß, wie lange er dieses Mal anhalten wird. Aktuell mindestens bis 31. Januar.

Dabei höre ich aktuell viele, die sich dafür aussprechen und davon ausgehen, dass der Lockdown sicher noch bis weit in den Februar (oder März?) verlängert wird. Vor allem wenn die Mutationen des Virus, allen voran die hoch ansteckende Variante B.1.1.7, sich weiter verbreiten, werden uns wohl noch einige harte Wochen bevorstehen, so kündigt es bereits die Kanzlerin an.

Wie wir den Lockdown gerade erleben – im Unterschied zum Frühjahr

Im Gegensatz zum Frühjahrs-Lockdown bin ich nun allerdings mit zwei Kita-Kindern (statt vorher einem) zu Hause, die beide nicht wirklich ausgelastet sind ohne ihren Kita-Alltag. Dazu ist das Wetter natürlich auch nicht ganz so schön, wie im Frühjahr, wo es so gut wie nie geregnet hat.

Dem wunderbaren Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ zum Trotz mag das Aprilmädchen Kälte und besonders Handschuhe leider überhaupt nicht. Die letzten Male, die wir draußen spazieren oder auf dem Spielplatz war, hat sie bitterlich gefroren und wollte ganz schnell in den warmen Fußsack vom Kinderwagen.

Außerdem bin ich nun ja auch schwanger, wobei weder meine Nerven noch mein eigenes körperliches Befinden und die zunehmende Schwerfälligkeit im Lockdown-Alltag besonders förderlich sind.

Zum Glück musste ich im Januar vor Resturlaub und Mutterschutz nur noch wenige Tage arbeiten – sodass ich zumindest nicht alles gleichzeitig machen musste. Home Office und Home-Kitabetreuung plus Schwangerschaft hätte ich auf Dauer sicher nicht ausgehalten…

Wie wir uns im CoronaWinter gerade beschäftigen

Seit dem Frühjahrs sind unsere Kinder ein ziemlich eingespieltes Team geworden und können sich auch immer länger allein beschäftigen. Das kommt mir mit der Schwangerschaft gerade zu Gute. Denn meine Kräfte reichen bei Weitem nicht mehr, um mich den ganzen Tag um die beiden kümmern zu können. Ich bin um jede Pause, in der die beiden ganz vertieft miteinander spielen, extrem dankbar.

Da das natürlich auch bei uns nicht den ganzen Tag anhält, haben wir schon bei den Weihnachtsgeschenken den bevorstehenden Lockdown mit einkalkuliert und die Geschenke dementsprechend ausgesucht bzw. der weiteren Familie vorgeschlagen. Daher haben die Kinder in diesem Jahr vor allem viel Lego, Playmobil und Puzzle bekommen, mit denen sie eine Weile alleine oder zu zweit spielen können, ohne dass ich immer direkt dabei sein muss.

Und wenn sie darauf keine Lust mehr haben? Dann gehen wir nach draußen an die frische Luft (wenn auch wesentlich weniger als im Frühling), basteln, lesen Bücher und natürlich ist der Fernseher auch wieder wesentlich öfter im Einsatz als zu „normalen“ Kita-Zeiten.

Was wir sonst noch so machen:

Schneemänner basteln

Die Weihnachtsdeko ist endlich weggeräumt und das Wohnzimmer sieht gerade ziemlich leer und kahl aus. Daher war es bei uns dringend Zeit für neue Deko.

Schneemänner basteln im CoronaWinter
Schneemänner basteln im CoronaWinter: Da wir hier im Rheinland bis gestern vergeblich auf Schnee warten mussten, waren Schneemänner ein perfektes neues Bastel-Projekt für uns.

In der Hoffnung, dass der Schnee dann auch endlich zu uns kommt und bleibt.

Aus den Rückseiten unseres Familienkalenders von 2020 sind die Schneemänner und auch ein paar Schneeflocken entstanden, die nun unsere Fenster schmücken. Upcycling plus weniger Langeweile in einem also.

Einer der Schneemänner war sogar rechtzeitig fertig, um noch einen seiner Artgenossen aus Schnee sehen – und ihm beim Schmelzen beobachten zu können.

Mit Playmais basteln und gestalten

Unser 2,5-jähriges Aprilmädchen hat seit dem Kita-Start das Basteln für sich entdeckt – fast täglich hat sie uns neue Kunstwerke mitgebracht – auch wenn diese bisher noch sehr abstrakt waren. Und genauso ist es jetzt auch zu Hause. Wenn die große Schwester bastelt, dann ist sie mit dabei und bemalt oder schnipselt ihr Papier ganz fleißig in kleine Stücke.

Playmais ist daher für sie – und natürlich auch für die Große – eine tolle Art, Blätter zu dekorieren und neue Kunstwerke entstehen zu lassen. Ich mag daran die Nachhaltigkeit des Materials.

Playmais basteln im CoronaWinter
Damit uns der Nachschub nicht so schnell ausgeht, habe ich vor kurzem ein neues Paket *Playmais mit einigen Bastel-Vorlagen* bestellt.

Der Playmais taugt übrigens auch wunderbar für unsere Schneemänner als Augen, Nase und Knöpfe.

Brot backen

Wie beim letzten Lockdown steht eigenes Brot backen bei vielen hoch im Kurs – so auch bei uns.
Wie beim letzten Lockdown steht eigenes Brot backen bei vielen hoch im Kurs – so auch bei uns.

Während uns im letzten Lockdown irgendwann die Hefe ausgegangen ist, hat uns die Oma nun mit einem Sauerteig-Vorteig versorgt, der sich beliebig vervielfachen und somit immer wieder verwenden lässt. Dadurch sind wir nun bei eventuellen Hamsterkäufen deutlich unabhängiger und müssen nicht mehr auf unser geliebtes selbst gebackenes Brot verzichten.

Das Brot-Rezept ist dabei wirklich einfach und die Kinder helfen gerne mit beim Teig.

Für unser Rezept benötigt ihr:

  • 590 g Vollkornmehl (wir nehmen am liebsten Dinkelmehl)
  • 540 ml Wasser
  • 150 g Kerne eurer Wahl, Leinsamen, Chiasamen oder Haferflocken
  • 13 g Salz
  • 6 g Vorteig

Anschließend muss das Brot für 24 Stunden abgedeckt und bei Zimmertemperatur gehen und wird dann für etwa 1 Stunde bei 200 Grad im Backofen gebacken.

Der Vorteig wird aus 25 g Mehl, 25 ml Wasser und 6 g Vorteig wieder neu erstellt und muss dann ebenfalls für 24 Stunden bei Zimmertemperatur gehen. Danach wird er im Kühlschrank gelagert und ist eine Woche lang haltbar – solange hält er allerdings bei uns bei Weitem nicht. Bis dahin haben wir längst wieder zwei bis drei Brote gebacken.

Drinnen austoben – Parcours und Bällebad im Keller

Wenn es im Winter schneit im CoronaWinter im Rheinland regnet, gehen wir entweder mit wasserdichter Hose und Gummistiefeln draußen in die Pfützen springen oder bleiben drinnen und ich versuche die Kinder zum Austoben und Bewegen zu animieren.

Die Kita-Sportstunde von Alba Berlin hat uns schon im letzten Lockdown gut gefallen. Und wir haben Parcours aus Möbelstücken, Krabbeltunneln, Matratzen und Co. Gebaut. Außerdem haben wir – da unser Garten so klein ist – im Keller noch den Luxus eines kleinen Spieleparadies mit Bällebad, Rutsche und Klettermöglichkeiten.

Sowohl im Bällebad...
Sowohl im Bällebad…
...wie auch beim Klettern im Keller haben die Kinder sehr viel Spaß.
…wie auch beim Klettern im Keller haben die Kinder sehr viel Spaß.

Bei anderen würde das Ganze sicher draußen stehen, aber dafür ist unser Garten leider wirklich zu klein. Im Winter profitieren wir von unserer Konstruktion im Keller allerdings gerade sehr.

Weitere Ideen im CoronaWinter

Hier findet ihr noch mehr Beschäftigungsideen für eure Kinder:

— — — — — —

[Werbung:] Der Text enthält Affiliate Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn ihr auf einen der mit Sternchen (*) versehenen Links klickt und darüber einkauft. Euch entsteht dadurch kein Nachteil, aber ihr unterstützt damit meine Arbeit.

— — — — — —

Sonnenkinderleben.de: Ich bin Jenni und hier findest du mehr über mich.

Folgt mir hier: Facebook, Instagram, Twitter oder Pinterest, um regelmäßig über meine Beiträge zu bedürfnisorientiertem und nachhaltigem Familienleben informiert zu werden.

Ihr könnt meinen Blog auch per RSS abonnieren. Ich freue mich auf euch!

Mein Beitrag hat euch gefallen? Dann teilt ihn gerne hier: