Teil 1: Bücher und Literaturtipps

Meine Schwangerschaft ist mittlerweile im letzten Drittel angekommen – und so langsam fühle ich mich schwerfällig, müde und bereit für die Geburt, auch wenn das Baby sich besser noch ein paar Wochen Zeit lassen sollte.

Da ist es dringend Zeit, mich mit der Geburt zu beschäftigen. Ich hatte mir die Zeit im Resturlaub und Mutterschutz zwar anders vorgestellt als im Lockdown und mit beiden Kindern zu Hause. Trotzdem versuche ich mir, Zeit für mich zu nehmen und mich auf die Geburt und die erste Zeit mit Baby vorzubereiten.

Was ich eigentlich in dieser Zeit für tagsüber geplant hatte, während die Kinder in der Kita sind, findet nun vorwiegend abends statt – z.B. das Hören von Geburtsaffirmationen oder -Meditationen zum Einschlafen.

Welche Bücher mir in den letzten zwei und der aktuellen Schwangerschaft am besten geholfen haben, mehr über die Schwangerschaft und die anstehende im Optimalfall selbstbestimmte Geburt zu erfahren und gleichzeitig achtsam mit meinem Körper umzugehen, das möchte ich hier vorstellen.

„Alleingeburt – Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie“* von Sarah Schmid

Selbstbestimmte-Geburt

Die Autorin Sarah Schmid mag aktuell umstritten sein und polarisiert, was ihre Meinung zur Pandemie angeht, aber ihr Buch war wirklich hilfreich für mich. Ich habe mir das Buch in der zweiten Schwangerschaft gekauft – nach der nicht gerade glücklichen und alles andere als selbstbestimmten Geburt vom Julimädchen.

Mit Hilfe dieses Buchs konnte ich herausfinden, was mich an der Geburt des Julimädchen an Interventionen gestört hat und wie ich das bei der nächsten Geburt verhindern kann.

Die Geburt vom Aprilmädchen war alles andere als eine Alleingeburt. Nichtsdestotrotz sie war wesentlich selbstbestimmter, weil ich viel besser vorbereitet war und wusste, wie ich mir die Geburt vorstelle. Das war beim Julimädchen bei Weitem nicht der Fall.

Das Buch enthält Kapitel zur Ernährung in der Schwangerschaft und darüber, welche Vitamine und Mineralstoffe jetzt besonders wichtig sind und wie man mit Schwangerschaftsbeschwerden umgehen kann.

Sarah Schmid erklärt als Ärztin aus medizinischer Sicht auch, was alles im Mutterpass steht, welche üblichen Gynäkologischen Untersuchungen aus ihrer Sicht sinnvoll sind oder welche die Schwangere auch ablehnen kann, weil sie unnötig sind und sogar beim Kind Stress auslösen können. Weiterhin geht es darum, wie sich das Baby und seine Lage im Bauch ertasten lässt und wie man helfen kann, um es in die richtige Geburtsposition zu bringen.

Alleingeburt oder selbstbestimmte Geburt im Krankenhaus?

Anschließend beschreibt Sarah Schmid, wie die Geburt an sich voran geht und was bei welchen Eventualitäten (Kind ist über ET / weit vor ET, Blasensprung ohne Wehen, grünes Fruchtwasser etc.) zu tun ist. Alternativ geht es darum, wie man die Geburt im Krankenhaus oder in Anwesenheit einer Hebamme selbst bestimmen kann.

Als sehr wichtig und hilfreich habe ich außerdem die Informationen zur ersten Zeit mit dem Neugeborenen und Tipps fürs Wochenbett empfunden. Danach folgt ein Teil mit vielen Berichten zu Alleingeburten, die mir ebenfalls Mut gemacht haben, wie Geburten ablaufen können, nach meiner ersten eher negativen Geburtserfahrung.

Sarah Schmids Buch ist daher für mich bei Weitem nicht nur für eine Alleingeburt zu empfehlen, sondern auch für das Wissen, wie die werdende Mutter sich gründlich auf die Geburt vorbereiten und dadurch die Geburt selbst lenken und beeinflussen kann, absolut lesenswert.

Auf Geburt-in-Eigenregie.de veröffentlicht Sarah Schmid übrigens auch regelmäßig neue Geburtsberichte sowie die Videos ihrer eigenen Geburt. Ebenfalls sehr lesenswert bzw. sehenswert!

„Mama werden mit Hypnobirthing – So bringst du dein Baby vertrauensvoll und entspannt zur Welt“* von Bianca Maria Heinkel und Jhari Gerlind Kornetzky

Selbstbestimmte-Geburt

Die Beschäftigung mit dem Thema Hypnobirthing kann ich jeder Schwangeren uneingeschränkt ans Herz legen – sei es als Kurs oder in Form von Literatur und / oder Audio-Meditationen. Wie ihr seht, habe ich mich – auch bereits in der Schwangerschaft mit dem Aprilmädchen – für die Vorbereitung mit einem Buch entschieden.

Bei der Geburt vom Julimädchen habe ich sehr schnell – im Nachhinein viel zu schnell – im Krankenhaus um Schmerzmittel gebeten, weil ich mit den Schmerzen der Wehen nicht umgehen konnte. Das führte rasch zu einer PDA, die bei mir erst mal zu einem Wehenstopp geführt hat, der dann mittels Wehentropf erst wieder aufgelöst werden konnte.

Auf der Suche nach einer schmerzloseren Alternative

Da ich diese Interventions-Spirale vermeiden wollte, habe ich nach Alternativen gesucht, wie ich die Wehen besser aushalten kann und Hypnobirthing war für mich genau die richtige Lösung. Die Geburt des Aprilmädchens war zwar vor allem zum Ende hin nicht schmerzfrei, ich konnte aber im Prinzip auf Schmerzmittel verzichten. Denn die Hypnobirthing-Methode hat mir einen Weg gezeigt, wie ich mit den Schmerzen wesentlich besser umgehen kann.

Zum „Mama werden mit Hypnobirthing“-Buch gehören auch ein paar Audio-Downloads, die bei der Entspannung und Geburtsvorbereitung helfen und die von einer der beiden Autorinnen selbst eingesprochen wurden. Ich finde ihre Stimme übrigens sehr angenehm und entspannend.

Bei den Downloads gibt es u.a. einen Babytalk, bei dem ich eine gute Verbindung zu meinem Baby gefunden habe, und die Meditation „Mein Regenbogen“, ähnlich den Shakren im Körper, die ihr vielleicht aus dem Yoga kennt. Beides hat für mich zu Entspannung und gleichzeitig zu mehr Selbstbewusstsein in Hinblick auf die Geburt geführt.

Eine der Meditationen habe ich mir noch einmal mit den ersten Wehen beim Aprilmädchen angehört, wodurch ich mich während der Eröffnungswehen noch einmal etwas ausruhen und entspannen konnte, bevor die Geburt meine Kräfte gefordert hat.

Wie stelle ich mir die Geburt vor?

Das Buch enthält außerdem einige Affirmationen für die Geburt sowie eine Auswahl an Impulsen und Wünschen für die Geburt, die mir geholfen haben, im Krankenhaus gut äußern zu können (bzw. meinen Mann sprechen zu lassen), was ich bei der Geburt brauche und worauf ich verzichten kann. Sowohl die Seite mit den Affirmationen wie auch die Geburtswünsche-Seite habe ich mir damals kopiert, mit meinem Mann besprochen und auch mit in die Kliniktasche eingepackt. Das hat mir sehr geholfen.

Ich habe gelernt, Wehen bzw. Wellen in der Sprache des Hypnobirthing veratmen zu können und die Schwangerschaft – so weit möglich – achtsam und entspannt zu verbringen. Sehr hilfreich fand ich auch den kurzen Part im Buch, der sich an die Väter wendet – sehr informativ und kurz und knapp genug, dass auch mein Partner diese Seiten im Buch gelesen hat.

Neben dem Buch bieten die beiden Autorinnen übrigens auch Präsenz- oder Online-Kurse zum Hypnobirthing an.

„Schwanger – Mein Kind und ich“ * von Kirsten Kashei (Stiftung Warentest) oder „GU – Das große Buch zur Schwangerschaft“*

Selbstbestimmte-Geburt

Während ich das erste Buch selbst gekauft habe, hatte ich das zweite Buch nur von einer Freundin während der Schwangerschaft ausgeliehen, fand beide aber vom Aufbau und Inhalt her sehr ähnlich. Das Buch der Stiftung Warentest ist allerdings in Monate gegliedert und das GU-Buch dagegen in Schwangerschaftswochen, daher ist letzteres wesentlich umfangreicher und detailllierter.

Beide Bücher sind eher allgemeiner gehalten und geben vor allem für die erste Schwangerschaft viele hilfreiche Informationen in einem groben Überblick: wie verändert sich der Körper der Mutter, wie schnell wächst das Baby, wie groß ist und welche Körperteile und Sinne sind in welcher Woche / welchem Monat wie weit entwickelt.

Wie kann man sich auf die Geburt vorbereiten, welche Vorbereitungsmöglichkeiten gibt es, wie fühlen sich Wehen an oder was gehört in eine Kliniktasche? All diese Fragen werden hier beantwortet. Wer sich dann mit dem ein oder anderen Thema wie Hypnobirthing, Geburtsvorbereitung o.ä. näher beschäftigen möchte, findet dazu viele weiter führende Literaturtipps oder Links.

Teil 2 zur Geburtsvorbereitung

Im zweiten Teil zum Thema Geburtsvorbereitung stelle ich euch Kurse, Apps und Mehr für Schwangerschaft und Geburt vor.

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