Das Wochenbett ist eine Zeit des Kennenlernens und eine Zeit voller Gefühle und Emotionen. Doch nicht nur wir Eltern, sondern auch unsere Kinder durchleben gerade eine ganze Bandbreite von Gefühlen: Liebe zum kleinen Geschwisterkind, Traurigkeit über weniger Aufmerksamkeit von Mama und Papa, Unsicherheit über ihre neue Rolle in der Familie oder Fröhlichkeit, wenn sie das kleine Baby in den Arm können.

Das alles zu verarbeiten ist für uns alle nicht einfach. Und ich finde, dafür eignet sich gerade die Zeit im Wochenbett ganz wunderbar. Meine Kinder lernen das neue Baby kennen und es lernt uns kennen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass sie ihre Gefühle dazu kennenlernen.

Und weil hier gerade alles etwas ruhiger ist als sonst (also ruhiger, was unsere Aktivitäten angeht, nicht unbedingt, was die Lautstärke im Haus angeht), liegen wir viel im Bett oder sitzen auf der Couch, kuscheln und lesen Bücher. Viel mehr macht bei dem April-Schnee-Wetter da draußen (und das hier bei uns im Rheinland…) gerade eh nicht so viel Spaß…

Kinderbücher über Gefühle helfen unseren Kindern und auch uns dieses Durcheinander im Kopf und im Bauch genauer einzuordnen – genauso wie vorher die Kinderbücher zu Schwangerschaft, Geburt und dem neuen Baby. Welche unsere Lieblings-Kinderbücher über Gefühle sind und was wir an den Büchern gut oder nicht so besonders toll fanden, möchte ich euch hier vorstellen.

„Wenn kleine Tiere wütend sind“ von Ravensburger – ab 2 Jahren*

„Ängstlich, wütend, fröhlich sein“ - Kinderbücher über Gefühle
Wenn kleine Tiere wütend sind

Was tun kleine Tiere, wenn sie wütend sind? Wie bekommen sie ihre Wut in den Griff? Kleine Mäuse brüllen, kleine Igel halten sich die Ohren zu und hören nicht zu, kleine Ziegen springen, stampfen oder rennen hin und her.

Was den kleinen Tieren hilft, sich abzureagieren und wie kleine Kinder getröstet werden können, erfahrt ihr im Buch.

„Das kleine Wutmonster“ – von Britta Schwarz und Manfred Tophoven – ab 3 Jahren*

„Ängstlich, wütend, fröhlich sein“ - Kinderbücher über Gefühle
Das kleine Wutmonster

Jedes Mal, wenn Marvin etwas passiert, das ihm nicht gefällt, bekommt er Besuch vom kleinen Wutmonster, das ihm einflüstert, dass er sich das nicht gefallen lassen soll. Dann wird er so richtig wütend.

Seine kleine Schwester isst seinen Schokokeks und Marvin wird wütend. Sein Lieblings-T-Shirt ist nicht im Schrank und wieder ist das Wutmonster zur Stelle. Dabei hatte er sich doch vorgenommen, dass er nicht mehr, auf das Wutmonster hören wollte. Ob Marvin eine Lösung findet, wie er das Wutmonster wieder los werden kann?

„Ängstlich, wütend, fröhlich sein“ aus der Wieso? Weshalb? Warum? – Junior Reihe von 2-4 Jahren*

„Ängstlich, wütend, fröhlich sein“ - Kinderbücher über Gefühle
Ängstlich, wütend, fröhlich sein

In diesem Buch erfahren Kinder, welche Gefühle es gibt und wie gute Laune oder schlechte Laune entstehen kann. Dieses Buch beantwortet Fragen der Kinder wie:

  • Was ist Freude?
  • Warum müssen wir weinen?
  • Wie verändert sich unser Gesicht bei verschiedenen Gefühlen?
  • Was bedeutet Wut?
  • Wovor haben wir Angst?
  • Wann fühlen wir uns schlecht?
  • Warum streiten wir manchmal?

Kinderbücher zum Trösten

„Die Eule mit der Beule“ von Susanne Weber – ab 18 Monaten*

Das ist eigentlich kein klassisches Buch zum Thema Gefühle, zumindest nicht, was die ganze Bandbreite an Gefühlen angeht. Aber es geht um das Trösten. Die kleine Eule hat sich weh getan und die Tiere im Wald versuchen sie zu trösten. Was ist wohl das beste Mittel, damit es der kleinen Eule mit der Beule am Ende wieder besser geht?

„Tupfst du noch die Tränen ab?“ von Jörg Mühle – ab 2 Jahren*

Kennt ihr die Serie zum Hasenkind? In den anderen Büchern muss das Hasenkind ins Bett und möchte noch kurz die Ohren gekrault bekommen oder es ist Badetag. In diesem Buch hat das Hasenkind sich weh getan und braucht ein Pflaster. Was ich an diesen Büchern besonders mag, ist das Mitmach-Element.

In diesem Buch wird das Kind dazu aufgefordert, dem Hasenkind die Nase zu putzen, die Tränen abzutupfen oder ein Pflaster auf die Wunde zu kleben. Damit wird nicht nur Empathie erzeugt, sondern das eigene Aua erscheint meist auch nicht mehr ganz so schlimm.

Meine Meinung zu den vorgestellten Kinderbüchern über Gefühle – aus bedürfnisorientierter Sicht

Mir ist es wichtig, dass meine Kinder lernen mit ihren Gefühlen umzugehen. Ich versuche ihnen daher beizubringen, dass es keine falschen Gefühle gibt. Mehr darüber erfährst du in meinem Artikel „Warum wir Gefühle bei unseren Kindern immer zulassen sollten“. Außerdem möchte ich meine Kinder mit ihren Gefühlen nicht alleine lassen, sondern sie im Umgang mit ihren Gefühlen begleiten.

Doch an manchen Tagen fehlt mir dazu die Geduld oder die Worte, um meinen Kindern ihre Gefühle ausreichend erklären zu können. Dabei helfen mir und meinen Kindern dann gerne die vorgestellten Kinderbücher über Gefühle.

Was ich nicht mag, sind Bücher, in denen es bei Wut, Trauer oder Schmerz darum geht, Kinder möglichst schnell von diesen Gefühlen abzulenken. Doch bei unseren Büchern geht es im Kern darum, Gefühle zu verstehen und eine Methode zu finden, diese verarbeiten zu können:

  • Wenn ich wütend bin, ist es vielleicht hilfreich, die Wut aus mir heraus zu stampfen, zu tanzen oder zu singen.
  • Bei Schmerzen hilft mir ein Kühl-Pack, Pflaster, Taschentuch oder eine Umarmung.
  • Wenn ich traurig bin, brauche ich jemanden zum kuscheln. Wenn ein anderes Kind traurig aussieht, kann ich es so vielleicht auch trösten.

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