Über die Anfangszeit meiner dritten Schwangerschaft in der Corona-Pandemie habe ich im Herbst schon einmal berichtet. Danach ging es für mich kurzfristig zurück in das Berufsleben. Meine Elternzeit mit dem Aprilmädchen war im Oktober nach 2,5 Jahren zu Ende. Doch schon im Januar war mit Resturlaub und Mutterschutz die nächste Pause in Sicht.

Ein kurzer Ausflug zurück in die Arbeitswelt

So muss ich sagen, dass die wenigen Wochen, in denen ich (in Teilzeit) gearbeitet habe, als Schwangere, die sich nachmittags immer noch um zwei andere Kinder kümmern musste, zwar schnell rum gegangen sind. Das heißt allerdings nicht, dass diese Zeit nicht für mich anstrengend war.

Ich hatte bei meinem Arbeitgeber das Glück, dass ich die Arbeitszeit komplett im Home Office verbringen konnte. Ich musste nur zu Beginn zum Abholen von Laptop, technischer Ausrüstung, Unterlagen und Co. einmal ins Büro. Und im Januar ging es dann noch einmal zur Rückgabe aller Arbeitssachen kurz zurück.

Trotzdem hat sich meine Arbeitszeit Pandemie-bedingt so gestaltet, dass ich angefangen habe zu arbeiten, sobald mein Mann mit den Kindern in Richtung Kita aufgebrochen ist. Und meist erst in der Minute, in der ich zur Kita los musste, war ich mit Arbeiten fertig. Für wenige Wochen war das zwar machbar, aber auf Dauer hätte ich das so nicht durchhalten können.

Der zweite Lockdown

Als ich dann gerade meinen Resturlaub für 2020 kurz vor Weihnachten begonnen hatte, kam der nächste Lockdown. So waren die Kinder waren wieder für 9 Wochen zu Hause, weil die Kita nur noch Notbetreuung anbieten durfte. Auch hier hatte ich wieder Glück. Denn ich musste im Januar nach dem Weihnachtsurlaub nur noch wenige Tage arbeiten und konnte mich größtenteils gut um die Kinder kümmern.

Mit der Erholung, die ich mir für die Zeit von Resturlaub und Mutterschutz erhofft hatte, war es dann natürlich nichts. Dazu kamen dann noch einige Beschwerden im letzten Drittel der Schwangerschaft. Wassereinlagerungen, Karpal-Tunnel-Syndrom und Hüftschmerzen führten dazu, dass ich in dieser Zeit mit den Kindern zu Hause auch nicht so fit war, wie ich es mir gewünscht hätte. Dadurch waren die Kinder häufiger unzufrieden und unausgelastet, wenn Mama mal wieder auf der Couch ausruhen musste, statt mit ihnen zu spielen oder nach draußen zu gehen.

Der Lockdown ist zu Ende – kommt jetzt die nächste Welle?

Als die Kita wieder für alle Kinder geöffnet war, haben wir daran gezweifelt, ob es zum Zeitpunkt steigender Inzidenzwerte und der sich weiter ausbreitenden Mutationen eine gute Idee, die Kinder zurück in die Kita zu schicken. Aber mein Mann konnte die Kinder mir auch nicht dauerhaft abnehmen. Er ist selbstständig – wenn er nicht arbeitet, verdient er auch kein Geld. Und ich war am Ende meiner Kräfte.

Als ich dann die Vormittage wieder für mich alleine hatte, habe ich zu Beginn einen Großteil dieser Zeit alleine mit schlafen verbracht. Ich war einfach nur noch müde. Gleichzeitig versuchte ich mich, ein bisschen mehr in Ruhe auf die anstehende Geburt vorzubereiten – das, was ich bereits für den Beginn meines Mutterschutzes geplant hatte.

Dann kam der nächste Ultraschall bei meiner Ärztin und das Baby hatte sich in Woche 38 plötzlich mit dem Kopf nach oben gesetzt. Ich hatte mich vorher zwar gewundert, welches Körperteil vom Baby mich so nah an den Rippen störte, mit dem Kopf hatte ich aber niemals gerechnet…

Plötzlich Risiko-Schwangerschaft in der Corona-Pandemie durch Beckenendlage

Schon am nächsten Tag saß ich zum Anmeldegespräch im Krankenhaus. Ab sofort galt ich als Risiko-Schwangere. Aufgrund der Pandemie durfte ich meinem Mann zu diesem Termin nicht mitnehmen. Es gab einen neuen Ultraschall (bei dem sich das geschätzte Gewicht des Babys übrigens um 500g von dem Ultraschall am Vortag bei meiner Ärztin unterschied).

Und man stellte mir drei Optionen vor: Kaiserschnitt, Äußere Wendung oder natürliche Geburt in Beckenendlage. Ich hatte am Vortag direkt meine Hebamme kontaktiert und war mir nach ihrem Rat sicher: Weder Kaiserschnitt noch Äußere Wendung kommen für mich in Frage.

Das Krankenhaus, in das meine Ärztin mich zur Anmeldung geschickt hatte, ist auf natürliche Geburten in Beckenendlage spezialisiert. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Ärztin dort mich zur Äußeren Wendung überzeugen wollte. Und das, obwohl sie mit einer Vorderwand-Plazenta und einer Nabelschnur in der Nähe vom Hals des Babys mehrere Risiko-Faktoren bei mir sah. Gleichzeitig sah sie in der dritten Schwangerschaft doch noch durchaus eine gute Möglichkeit, dass das Baby sich bis zur Geburt oder sogar unter der Geburt noch selbst mit dem Kopf zurück in Schädellage drehen könnte.

Warten auf das Baby: die Ungeduld wächst

Der errechnete Termin kam und ging und das Baby lag weiterhin in Beckenendlage und die Geburt ließ auf sich warten. Ich war ungeduldig und müde – und ich wollte einfach nicht mehr weiter schwanger sein. Die Geburt in Beckenendlage bereitete mir weiterhin etwas Unbehagen.

Ich hatte vorher mir bereits einen wunderbaren Geburtsplan überlegt, der mit der Diagnose „Beckenendlage“ plötzlich völlig umgeworfen und neu überlegt werden musste. Ich recherchierte viel zu natürlichen Geburten in Beckenendlage und hat viele Fragen an meine Hebamme. Zum Glück hat meine Hebamme mich dann einigermaßen beruhigen können und mir ganz wunderbar erklärt, wie die Geburt unter diesen Umständen abläuft und worauf ich als Gebärende im Krankenhaus achten sollte.

Wie die Geburt des Märzbabys nach dieser anstrengenden Schwangerschaft in der Corona-Pandemie abgelaufen ist, erfahrt ihr, sobald ich dazu komme, über die Geburt zu schreiben.

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