Über meine dritte Schwangerschaft während der Corona-Zeit hatte ich vor einiger Zeit bereits in zwei Teilen berichtet: im Herbst und dann noch einmal im Frühling kurz vor der Geburt. Hätte mir zu Beginn jemand erzählt, dass es eine natürliche Geburt in Fußsteißlage werden würde, ich hätte es wohl niemals geglaubt. Doch gerade bei einer Geburt wächst man als Mutter ja bekanntlich über sich hinaus.
Mittlerweile ist das Baby schon längst groß und ein stolzes zweijähriges Kita-Kind und ich habe es immer noch nicht geschafft, über ihre Geburt zu schreiben – das möchte ich an dieser Stelle und zum diesjährigen Roses Revolution Day nachholen.
Die dritte Geburt: eine Beckenendlage?
In der 38. Woche war unser Baby plötzlich eine Beckenendlage im Ultraschall meiner Ärztin und wirbelte damit alle meine Pläne und Vorstellungen zum Thema Geburt gehörig durcheinander. Sie ist unser drittes Baby und ich war mir sicher, dass ich gut vorbereitet bin und weiß, was ich will in Sachen Geburt.
Doch mit einer Beckenendlage hatte ich nicht gerechnet – und, so viel möchte ich vorab verraten: mit einer Fußsteißlage, die sie am Ende war, schon gar nicht. Zum Glück haben wir beide die Geburt letztendlich gut gemeistert – doch die letzten 2,5 Schwangerschaftswochen waren für mich ein Hoch und Tief der Gefühle. Was diese Beckenendlage in mir ausgelöst hat, darüber habe ich bereits vor einiger Zeit geschrieben.
Doch nun der Reihe nach:
Von Beckenendlage zu vollkommener Fußsteißlage
Als ich bei ET+1 bei meiner Gynäkologin war, hieß es noch, dass die Kleine leicht quer lag. Meine Ärztin sah das aber als gutes Zeichen, dass sie noch versucht, zurück in die Schädellage zu kommen. Zwei Tage später, also an ET+3, hatte ich vormittags den nächsten Kontrolltermin: dieses Mal zeigte der Ultraschall, dass der Po des Babys nun tief ins Becken gerutscht war, sodass sich an der Beckenendlage laut meiner Ärztin nun nichts mehr ändern würde.
Ich fuhr nach Hause, aß zu Mittag und holte die Kinder zu Fuß von der Kita ab. Auf dem Weg dorthin dachte ich noch, dass ich zwar gehofft hatte, die Kleine würde sich vor ihrer Geburt noch drehen. Eine Schädellage wäre mir trotz allem am liebsten gewesen. Doch da der Po nun wohl im Becken hing, wird es wohl eine Geburt in Beckenendlage werden. In einem darauf spezialisierten Krankenhaus hatte ich mich bereits im Februar angemeldet, als meine Ärztin im Ultraschall die Beckenendlage feststellte.
Der ET ist vorbei und die Geburt lässt weiter auf sich warten
Hauptsache sie liegt nicht weiterhin quer, dachte ich. Denn einen Kaiserschnitt wollte ich auf jeden Fall vermeiden. Ich glaube, in dem Moment habe ich mich nach einem Auf und ab von Gefühlen der letzten Wochen mit der Beckenendlage abgefunden und dachte noch, dass es schön wäre, wenn sie denn endlich geboren werden wollte. Gleichzeitig turnte die Kleine munter in meinem Bauch herum und ich fand sie an diesem Tag besonders aktiv – wahrscheinlich waren das schon die ersten Wehen, aber schmerzhaft fand ich sie noch nicht.
Ich holte die Kinder ab, wir gingen zurück nach Hause, ich trank einen Kaffee und schrieb meinem Mann, dass es schön wäre, wenn er an diesem Tag früher nach Hause kommen könnte. Das Aprilmädchen war nach dem Kita-Tag müde und deswegen recht schlecht gelaunt, was ich in dieser Phase der Schwangerschaft als sehr anstrengend wahrgenommen habe. Kurz nachdem ich die Nachricht an meinen Mann abgeschickt hatte, spürte ich einen besonders heftigen Tritt im Becken. Dann machte es „plopp“: die Fruchtblase war geplatzt und plötzlich stand die Küche unter Wasser.
Die Fruchtblase ist geplatzt: die Geburt beginnt
Bei den beiden großen war die Geburt jeweils mit Wehen gestartet, die irgendwann abends oder nachts begonnen hatten und dann im Laufe der Nacht und des Vormittags heftiger wurden. Einen Blasensprung so früh im Verlauf der Geburt kannte ich gar nicht, obwohl es meine dritte Schwangerschaft war. Ich war kurz überfordert und überlegte, was zu tun war. Mit so viel Fruchtwasser hatte ich nicht gerechnet. Immerhin wusste ich seit dem Vormittag ja, dass der Po im Becken lag und bei einem Blasensprung keine Gefahr drohen würde.
Ich rief zunächst meinen Mann an, der sich sofort auf den Weg nach Hause machte und auch direkt seine Eltern anrief, damit diese die beiden großen Schwestern abholen würden. Das Julimädchen half mir in der Zwischenzeit dabei, mir trockene Sachen anzuziehen, was gar nicht so einfach war, da meine Hose so nass war und an mir klebte.
Die ersten Wehen beginnen
Kurz darauf kamen die ersten heftigeren Wehen, mein Mann kam zu Hause an und wir überlegten, wann der richtige Zeitpunkt sei, ins Krankenhaus zu fahren. Da wir uns nicht sicher waren, rief ich meine Hebamme an, die zunächst nicht zu erreichen war. Mein Mann telefonierte daraufhin mit dem Kreißsaal des Krankenhauses und man sagte uns, dass wir uns zwar nicht beeilen sollten, aber da es dritte Geburt sei, sollten wir nicht allzu lange zu Hause bleiben.
Nachdem der Mann ein paar Dinge für die großen Schwestern eingepackt hatte, damit diese auch bei den Großeltern übernachten konnten, wurden die beiden auch recht schnell abgeholt. Ich packte auch noch die letzten Dinge in meine Kliniktasche und der Autositz fürs Baby kam auch mit ins Auto.
Auf dem Weg ins Krankenhaus
Zum Glück waren die Straßen recht frei und wir brauchten etwa eine Viertelstunde ins Krankenhaus. Ich weiß noch, dass das beim Aprilmädchen der unangenehmste Teil der Wehen war – als wir auf dem Weg ins Krankenhaus kurz im Stau standen. Dieses Mal hatten wir mehr Glück, obwohl es kurz vor Feierabend war und die Straßen recht voll waren. Die Wehen waren aber auch noch nicht so schmerzhaft, dass ich es im Auto sitzend nicht aushalten konnte.
Im Kreißsaal angekommen
Im Krankenhaus angekommen durfte zunächst nur ich alleine in den Kreißsaal. Mein Mann musste wegen der Corona-Regelungen des Krankenhauses draußen bleiben. Die Hebamme im Kreißsaal brachte mich in ein Kreißsaal-Zimmer und startete ein CTG. Während das CTG lief, konnte ich aufrecht stehen und musste einige Wehen veratmen. Danach sollte ich mich auf das Kreißsaal-Bett setzen, damit sie den Muttermund untersuchen konnte.
Die Risiken: natürliche Geburt mit Fußsteißlage oder Beckenendlage?
Bei der Untersuchung stellte sie dann fest, dass der Muttermund schon 3-4 cm geöffnet war und dass ein Fuß vor dem Po lag. Daraufhin kam eine Ärztin und bestätigte den Befund der Hebamme. Die Ärztin holte noch ihre Oberärztin dazu, die mir die möglichen Risiken der Fußsteißlage erklärte. Es könnte sein, dass der Muttermund sich nicht weit genug öffnen würde, falls der Fuß oder die Füße nicht genug Druck auf den Muttermund ausüben könnten. Möglicherweise müssten sie während der Geburt eingreifen und die Füße hinter den Po zurück schieben, damit der Po als erstes geboren werden könnte. Sollte das nicht klappen, wäre eventuell ein Kaiserschnitt nötig.
Ihre Kollegin machte in der Zwischenzeit einen Ultraschall mit einem mobilen Gerät, das sie in den Kreißsaal gebracht hatte und legte mir einen Zugang. Sie rieten mir zu einer PDA, damit die möglichen Eingriffe nicht zu schmerzhaft für mich wären.
Ohne PDA geht es dann doch nicht
Da die Wehen mittlerweile bereits sehr schmerzhaft waren und ich merkte, dass ich begann, erschöpft zu werden, willigte ich ein. Meine Beine zitterten bereits, wenn ich die Wehen im Stehen veratmen musste. Beim Aprilmädchen hatte ich vor drei Jahren keine PDA gebraucht und hatte auch kaum Schmerzen gespürt. Das Märzbaby schien durch die Beckenendlage ganz anders zu liegen, was die Wehen wesentlich intensiver und schmerzhafter machte. Und so war ich auch deswegen froh um die PDA.
Die Geburt schreitet schnell voran
Nun durfte ich endlich auch mein Mann in den Kreißsaal kommen. Wir wurden beide einem Corona-Test unterzogen und man nahm mir Blut ab, um mich für die PDA vorzubereiten. In dieser Zeit war ich sehr ungeduldig. Ich war erschöpft und die Wehen schmerzten in jeder Position. Als endlich die PDA gelegt wurde, war ich sehr erleichtert. Danach sollte ich eine Weile im Kreißsaal-Bett aufrecht sitzen, damit die PDA sich gleichmäßig im Becken verteilen konnte.
Nach einer halben bis dreiviertel Stunde bat ich meinen Mann, die Hebamme zu rufen, damit sie den Muttermund noch einmal untersuchen könnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Kleine nun schon sehr tief im Becken und sehr nah am Ausgang war. Die Hebamme kam und wollte den Muttermund untersuchen. Das tat sie dann aber doch nicht. Denn sie konnte schon einen der beiden Füße sehen und so rief sie die Ärztin und die Oberärztin zur Geburt zu uns hinein.
Natürliche Geburt mit Fußsteißlage: Die Austreibungsphase beginnt
Durch die PDA hatte ich nur recht betäubt gemerkt, wann eine Wehe kam und wann sie wieder ging. Doch ich hatte gemerkt, dass das Kind in Bewegung nach unten war. Dass das, was ich an Bewegung spürte, ein kleiner Fuß war, hätte ich allerdings nicht gedacht…
Mein Mann konnte bei der Untersuchung der Hebamme ebenfalls bereits den kleinen, etwas schrumpeligen Fuß sehen, der bereits geboren war. Ich glaube, dieses Bild hat er so schnell nicht mehr vergessen…
Ein voller Kreißsaal bei einer nicht alltäglichen Geburt
Die Hebamme stellte nun das Kopfteil am Kreißsaal-Bett ganz senkrecht, sodass ich mich auf dem oberen Teil mit den Armen abstützen konnte und im Bett kniete. Alle Geburtshelferinnen, die in den Kreißsaal kamen, sammelten sich hinter mir, mein Mann war vorne am Kopfende des Bettes. Und am Ende waren es etwa 5 Frauen, die mir bei der Geburt zur Seite standen: 2 Hebammen, 2 Gynäkologinnen und eine Oberärztin fieberten mit mir mit.
Bei jeder Wehe wurde ich nun kräftig zu Pressen aufgefordert. Nach der ersten Presswehe konnte ich beide Füße sehen, mit der zweiten wurde der Po geboren, dann war das Baby bis zur Hälfte des Rückens draußen, bei der vierten Presswehe bis zum Hals. Zuletzt kam der Kopf mit ganz vielen dunklen Haaren.
Ich hatte vor lauter Anstrengung die Zeit ganz vergessen. Aber ich schätze, dass die Pressphase nicht länger als 15 bis 20 Minuten gedauert hat – auch wenn es mir wesentlich länger vorkam. Um kurz vor 22 Uhr, pünktlich zum Schichtwechsel der Hebammen und Ärztinnen, war unsere Tochter geboren.
Natürliche Geburt mit Fußsteißlage geschafft!
Ich war erschöpft und konnte mich mit meinem Baby auf dem Oberkörper hinlegen und mir die Kleine erst mal ganz genau ansehen. Sie hatte übrigens die Nabelschnur wie eine weite Kette zweimal um den Hals geschlungen – das war nicht gefährlich, wie mir die Hebammen und Ärztinnen bestätigten. Doch die verschlungene Nabelschnur verhinderte, dass sie sich wieder mit dem Kopf nach unten hätte drehen können. Im Nachhinein bin ich also froh, dass ich alle Ratschläge zum Thema Äußere Wendung oder Kaiserschnitt abgelehnt habe.
Die Nachgeburt ist auch geschafft
Mit einer der nächsten Wehen kam dann noch die Plazenta, die ich mir wie bei den letzten Geburten genau ansah und von der Hebamme erklären ließ. Ich hatte nur einen kleinen Riss, musste aber genäht werden, da dieser Riss ziemlich heftig blutete.
Nach dem Nähen war dann endgültig Schichtwechsel. Die Nachtdienst-Hebamme half mir beim ersten Anlegen der Kleinen, die vorher bereits eifrig nach der Brust gesucht hatte, und ließ uns dann eine Weile in Ruhe, damit wir sie ungestört kennenlernen und beobachten konnten. Ich zitterte vor Anstrengung noch immer und brauchte Essen und Trinken zur Erholung. Danach wurde das Zittern langsam besser. Als die Hebamme nach einer Weile wieder kam, wollte sie sehen, wie mein Kreislauf funktioniert und mich auf die Toilette begleiten nach der PDA.
Da die PDA nun schon eine Weile her war, spürte ich die Wirkung kaum noch und hatte zum Glück auch keine Kreislauf-Probleme. Sie erlöste mich auch von dem Zugang an der Hand, der mich störte, obwohl er eigentlich bis zur Entlassung dran hätte bleiben sollen.
Auch eine ambulante natürliche Geburt in Fußsteißlage ist möglich!
Wie bei der Geburt vom Aprilmädchen hatte ich mir eine ambulante Geburt gewünscht und bei der ersten Untersuchung vor der Geburt gefragt, ob bei Fußsteißlage etwas dagegen sprechen würde. Das tat es zum Glück nicht. Die Ärztin sagte mir nur, dass wir zur Sicherheit zwei Stunden im Kreißsaal und danach noch einmal 4 Stunden auf der Station bleiben sollten, dann könnten wir gehen.
Da wir das beim Aprilmädchen ja bereits so gemacht hatten und im selben Krankenhaus waren, kannte ich das Prozedere schon. Allerdings hatte es beim Aprilmädchen schon deutlich länger als die vorher genannten vier Stunden gedauert, da der Kinderarzt für die Untersuchung zur Entlassung der Kleinen noch im OP war.
Jetzt war es Nacht und wieder kein Kinderarzt verfügbar. Die Hebamme riet mir aus diesem Grund dazu, bis zum nächsten Morgen auf der Station zu bleiben und nach allen Abschluss-Untersuchungen bei mir und meinem Baby am frühen Vormittag nach Hause zu fahren. Also hörten wir auf ihren Rat, in der Hoffnung, dass ich in der Nacht ein bisschen Ruhe finden könnte und mein Mann ebenfalls – wenn ich nur vier Stunden geblieben wäre, hätte er uns beide um 4 Uhr nachts abholen müssen. Die beiden Großen waren ja bei Oma und Opa und schliefen dort bereits, also stimmte ich dem Vorschlag der Hebamme zu. Nicht wissend, wie unruhig die Nacht werden würde.
Auf der Wöchnerinnen-Station
Wegen der Corona-Bestimmungen des Krankenhauses durfte mein Mann nicht mit auf die Station kommen, sondern musste den Kreißsaal mit uns verlassen. Wir verabschiedeten uns am Aufzug, wo es für mich nach oben und für ihn nach draußen ging. Die Hebamme fuhr mich und das Märzbaby im Bett auf die Station. Ich teilte mein Zimmer mit einer anderen Dreifachmama, die ihr Baby eine halbe Stunde vor mir geboren hatte.
Nur leider war die andere Mama so euphorisch, ihr Kind bekommen zu haben, dass sie noch mitten in der Nacht alle Verwandten per Videotelefonie anrufen und ihnen von dem neuen Erdenbürger berichten musste. Ich bekam nicht viel Schlaf, war aber zu erschöpft, um mich zu beschweren…
Eine unruhige und wenig erholsame Nacht nach der Geburt
Außerdem hatte ich nach der Geburt noch eine Cola getrunken, die ich eigentlich für das Kräfte sammeln vor der Geburt mitgebracht hatte. Der Zucker in der Cola half, dass ich im Kreißsaal nach der Geburt endlich aufhörte zu zittern, aber das Koffein darin verhinderte später, dass ich – als meine Zimmernachbarin endlich das Licht ausschaltete – einschlafen konnte. Oder vielleicht waren es auch die Hormone, wer weiß…
Jedenfalls schlief ich nur etwa zwei Stunden in dieser Nacht. Am nächsten Morgen wurde mir noch einmal Blut abgenommen, um meine Werte zu kontrollieren. Es gab Frühstück, danach konnte ich mein Baby zur Untersuchung bei den Kinderärzten bringen und musste danach nur noch kurz auf die Gynäkologin warten, die auf der Station gerade ihre Visite machte. Dann konnte ich endlich meinen Mann anrufen, der ebenfalls schlecht geschlafen hatte, ganz allein zu Hause und nach der aufregenden Geburt und er kam uns abholen. Gegen 11 Uhr waren wir zu Hause.
Endlich zu fünft: Kennenlernen der Geschwisterkinder

Die beiden großen Schwestern waren morgens vom Opa in die Kita gebracht werden. Der Papa holte sie nun um 12 Uhr ab, damit sie ihre kleine Schwester endlich kennenlernen konnten. Beide schauten die Kleine ganz interessiert an. Die Große redete mit ihr und begrüßte sie, während die Kleine ganz fasziniert von ihren klitzekleinen Fingern, der kleinen Nasen und den winzigen Augen war.
Die Kleine hat ihre beiden großen Schwestern von Anfang an verzaubert. So stritten die beiden immer darum, wer sie nun als nächste im Arm halten darf – von Eifersucht auf die Kleine keine Spur. Nachmittags kam noch meine Hebamme vorbei und unser Wochenbett zu Hause begann.
Resümee: Die Dritte Geburt, alles andere als Routine
Schon in der Schwangerschaft haben wir bemerkt, dass die Kleine ihren eigenen Kopf hat. Statt Schädellage legte sie sich in Beckenendlage bzw. kam am Ende mit den Füßen zuerst. Zum ersten Mal begann die Geburt für mich mit einem Blasensprung statt mit Wehen. Und während die großen Schwestern beide an einem Montagvormittag geboren wurden, kam sie an einem Mittwochabend zur Welt – mit 500g mehr Gewicht, als die beiden Großen, die fast identisch viel gewogen hatten.
Sie hatte sehr viele lange dunkle Haare – ebenfalls im Gegensatz zu den beiden Großen, die fast keine Haare bei der Geburt hatten und bei denen es weit über das erste Lebensjahr hinaus dauerte, bis die Haare zu wachsen anfingen. Sie machte einfach von Anfang an alles anders als ihre beiden Schwestern – und das tut sie auch heute noch.
Geburtsplanung und Realität im Krankenhaus: hätte ich mir etwas anders gewünscht?
Wie bereits erwähnt, hat die Beckenendlage und letztendlich die Geburt in Fußsteißlage meine sämtlichen Geburtsvorbereitungspläne durcheinander gewirbelt. Die Ungewissheit, ob sie sich noch einmal in die Geburtsposition mit dem Kopf nach unten dreht, fand ich sehr anstrengend. Zu dem Zeitpunkt als die Fruchtblase platzte, hatte ich die Situation so akzeptiert.
Im Krankenhaus war ich durch die Beckenendlage ein besonderer, weil seltenerer Fall und konnte mir sicher sein, dass man mich im Kreißsaal nicht abgewiesen hätte. Selbst wenn alles voll gewesen wäre, hätte man eine Lösung für mich gefunden, da das Krankenhaus eben auf Beckenendlagen auf natürlichem Weg spezialisiert war.
Beim ersten Gespräch mit den beiden Ärztinnen wurde ich von der Oberärztin über alle Risiken aufgeklärt und war ein bisschen verunsichert von den Risiken, die möglich waren, da einer der Füße bereits vorne lag. Meine Entscheidung einer natürlichen Geburt wurde aber niemals in Frage gestellt und bei der Austreibungsphase habe ich mich – mit insgesamt 5 Geburtsbegleiterinnen und meinem Mann im Raum – gut aufgehoben und betreut gefühlt.
Mehr Wissen über eine natürliche Geburt mit Fußsteißlage oder Beckenendlage?
Hätte ich mir irgendetwas anders wünschen können, wäre das vor allem das Wissen um die Beckenendlage gewesen, das mich in den Tagen und Wochen vor der Geburt so sehr beschäftigt und verunsichert hat. Auch das ist ein Grund, warum ich diesen Beitrag hier schreibe – denn in den Tagen vor der Geburt habe ich für mich zu wenig positive Geburtsberichte zu natürlichen Geburten in Fußsteißlage sowie Beckenendlage gefunden. Dabei wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal, dass unser Baby nicht als Beckenendlage, sondern eben als Fußsteißlage geboren worden würde.
Am Ende bin ich stolz, dass diese natürliche Geburt in Fußsteißlage so gut geklappt hat, trotz der schwierigen Ausgangslage und dass ich diese – sicherlich letzte Geburt für mich – gemeinsam mit meinem Baby so gut gemeistert habe.
Zum Weiterlesen: meine Geburtsberichte von ersten und zweiten Kind:
Es muss ja nicht immer so spektakulär sein wie eine natürliche Geburt in Fußsteißlage, oder? Die Geburten meiner ersten beiden Kinder sind trotzdem lesenswert:
- Hier habe ich über die schwierige Geburt von unserem ersten Kind geschrieben
- Und hier findest du den Geburtsbericht zur ambulanten Geburt unseres zweiten Kindes
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Sonnenkinderleben.de: Ich bin Jenni und ich bin feministische Coachin, artgerecht® Erziehen ohne Schimpfen Coach, Dreifachmama, begeisterte Anwenderin der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg sowie Content- und Marketing-Expertin. Hier findest du mehr über mich.
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