Die finanzielle Wahrheit hinter Mutterschaft – Drei Bücher, die jede Frau über Finanzen und Care-Arbeit kennen sollte
[Werbung / Rezensionsexemplar / Buchvorstellung]

Bevor ich Kinder bekommen habe, dachte ich, ich hätte einen richtig guten Plan, wie ich als Mutter sein möchte, wie ich meine Kinder erziehen möchte, wie wir uns als Eltern gemeinsam um unser Kind kümmern und wie wir unsere (Eltern-)Zeit aufteilen werden. Dann bin ich Mutter geworden – und plötzlich war alles anders. Ich habe mich an kaum eines der Vorhaben, das ich vorher hatte, gehalten – und genauso wenig hat unsere Aufteilung der Elternzeit, von Care-Arbeit und Erwerbsarbeit funktioniert.
Was ich damit sagen will: Kinder zu bekommen verändert vieles – Prioritäten, Rollenbilder, Lebensentwürfe. Doch ein Aspekt bleibt oft unausgesprochen: Mutterschaft hat einen hohen Preis, finanziell wie gesellschaftlich.
In diesem Artikel möchte ich dir drei Bücher vorstellen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen, warum vor allem Frauen durch die traditionelle Aufteilung von Care- und Erwerbsarbeit benachteiligt werden – und wie wir unsere finanzielle Selbstbestimmung zurückgewinnen können:
„Auf Kosten der Mütter“ von Birgit Happel aus dem Kösel Verlag*
„Die Entscheidung einer Frau für ein Kind bringt nach wie vor ein hohes finanzielles und biografisches Risiko mit sich.“
Birgit Happel, Auf Kosten der Mütter, S. 19
Birgit Happel legt in ihrem Buch Auf Kosten der Mütter* den Finger in eine Wunde, über die in Elternkreisen noch zu selten offen gesprochen wird: die finanzielle und gesellschaftliche Benachteiligung von Müttern. Während Frauen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen – Kinder betreuen, den Alltag organisieren, emotionale Last tragen –, zahlen sie dafür oft einen hohen Preis. Weniger Einkommen, geringere Rentenansprüche und eine dauerhafte Abhängigkeit vom Partner sind die Realität vieler Mütter.
Happel zeigt, dass diese Ungleichheit kein individuelles Versagen ist, sondern ein strukturelles Problem. Denn das System belohnt nach wie vor Vollzeit-Erwerbsarbeit, nicht aber Fürsorgearbeit. Ihre Analysen machen deutlich, wie tief diese Mechanismen in unser gesellschaftliches Selbstverständnis eingeschrieben sind – und wie dringend es eine Neubewertung von Care-Arbeit braucht.
Besonders wertvoll: Happel bleibt nicht bei der Kritik stehen. Sie liefert konkrete Impulse, wie Mütter (und Väter) mehr finanzielle Selbstbestimmung gewinnen können – durch faire Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit, transparente Kommunikation in der Partnerschaft und den Mut, über Geld zu sprechen.
Für uns Eltern bedeutet dieses Buch einen wichtigen Perspektivwechsel: Wenn wir Familien stärken wollen, müssen wir auch die wirtschaftlichen Bedingungen von Elternschaft verändern. Nur wenn Care-Arbeit wertgeschätzt und gerecht verteilt wird, kann echte Gleichwürdigkeit zwischen den Geschlechtern entstehen – zu Hause wie in der Gesellschaft.
„Love & Money – Wie Paare gute Entscheidungen treffen und gemeinsam Vermögen aufbauen“ von Marielle & Mike Schäfer aus dem dtv Verlag*
Während Happel die strukturellen Ungleichheiten sichtbar macht, gehen Marielle und Mike Schäfer auf die Beziehungsebene ein. Ihr Buch Love & Money* zeigt, wie wichtig es ist, dass Frauen ihre finanzielle Position in der Partnerschaft nicht verlieren – vor allem, wenn Kinder ins Spiel kommen.
Viele Paare starten gleichberechtigt in eine Beziehung, doch mit der Geburt eines Kindes rutschen Frauen schnell in traditionelle Rollen zurück: Sie reduzieren ihre Arbeitszeit, übernehmen mehr Care-Arbeit und verlieren dadurch Einkommen und Rentenansprüche. Das Buch zeigt sehr klar, wie Paare das verhindern können.
Die Schäfers geben leicht umsetzbare Werkzeuge an die Hand, um:
- über Geld fair und offen zu sprechen
- finanzielle Entscheidungen nicht einseitig zulasten der Frau zu treffen
- Rollenfallen („Ich bleibe ja erstmal zu Hause…“) bewusst zu vermeiden
- echte Gleichwürdigkeit trotz Mutterschaft zu leben
- gemeinsame (nicht einseitige!) Vermögenspläne zu entwickeln
Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern, von denen ich wünschte, dass ich sie schon früher gelesen hätte bzw. dass es sie bereits gegeben hätte, als ich zum ersten Mal schwanger war und wir all diese Dinge überlegt haben. Denn dieses Zitat hier kann ich nur bestätigen und es ist mir zu spät bewusst geworden:
„Paare gehen als gleichberechtigte Personen in den Kreißsaal und kommen in einem Familienmodell der 1950er-Jahre wieder heraus. Der Mann wird zum Familienernährer und die Frau zur Hausfrau. Dabei spielt es kaum eine Rolle, wer wie viel verdient, wer welcher Erwerbsarbeit nachgeht oder wer welche Bedürfnisse hat.“
Marielle & Mike Schäfer, Love & Money – Wie Paare gute Entscheidungen treffen und gemeinsam Vermögen aufbauen, S. 174
Fazit: Für Frauen ist dieses Buch ein Augenöffner: Gute Kommunikation schützt vor finanziellen Schieflagen – und macht Partnerschaft nachhaltiger.
„Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Natascha Wegelin (alias Madame Moneypenny) aus dem rowohlt Verlag*
„Ich erlebe es immer wieder: Frauen, die ihre Finanzen in die Hand genommen haben, nehmen damit endlich auch ihr Leben in die Hand. Sie werden selbstbewusster und nehmen auch in anderen Bereichen Verantwortung. Sie bestehen auf Selbstbestimmtheit, anstatt sich stets zu fügen. Sie werden bestimmter im Job, in der Familie und bieten anderen, auch ihrem Partner, mehr Paroli.“
Natascha Wegelin, Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können, S. 14
Natascha Wegelin spricht in ihrem Buch Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können* uns Frauen direkt an – ohne Umwege, ohne Ausreden. Ihr Fokus liegt auf der Frage: Wie können Frauen – unabhängig von Beziehung, Mutterschaft oder Lebensumständen – ihre finanzielle Zukunft sichern?
Ihr Buch ist nicht nur ein Finanzratgeber, sondern eine Einladung, sich selbst ernst zu nehmen. Natascha Wegelin erklärt verständlich und motivierend:
- wie Frauen Schritt für Schritt ein finanzielles Fundament aufbauen
- wie sie Altersarmut vorbeugen
- wie sie Sparpläne und ETF-Investments beginnen
- wie mentale Hürden („Ich verstehe Zahlen nicht“, „Ich kümmere mich später darum“) überwunden werden
Ihr Ton ist klar: Niemand wird kommen und Frauen „retten“. Finanzielle Unabhängigkeit beginnt mit einer Entscheidung – und einem ersten Schritt. Gerade für Mütter, die sich in traditionellen Rollen verfangen haben oder nach einer Elternpause neu starten, ist dieses Buch ein starker Motivator.
Fazit: Drei Bücher – ein gemeinsamer Appell an Frauen
Alle drei Bücher zeigen: Mutterschaft und finanzielle Unabhängigkeit schließen sich nicht aus – aber sie passieren nicht automatisch.
- Birgit Happel macht die strukturellen Ungerechtigkeiten sichtbar, die Mütter benachteiligen.
- Marielle & Mike Schäfer zeigen, wie Frauen in Beziehungen nicht in finanzielle Abhängigkeit rutschen – gerade nach der Geburt eines Kindes.
- Natascha Wegelin gibt Frauen das praktische Know-how, um ihre Finanzen selbstbewusst zu steuern.
Gemeinsam senden sie eine klare Botschaft: Frauen verdienen finanzielle Sicherheit, Selbstbestimmung und Gleichwürdigkeit – in der Partnerschaft, in der Familie und in der Gesellschaft.
Mutterschaft darf kein Armutsrisiko sein. Und finanzielle Unabhängigkeit ist kein Luxus – sondern ein grundlegendes Recht.
Mehr Empowerment für Mütter – finanziell und gesellschaftlich
Auch abseits von Finanzen sind wir Mütter weit weg von Gleichberechtigung. Wenn du dir mehr Vereinbarkeit und mehr Female Empowerment wünschst, schau dir gerne die Aufzeichnung meines Vortrags „Meine Female Empowerment Hacks für Mütter“ an.
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Sonnenkinderleben.de: Ich bin Jenni und ich bin feministische Coachin, artgerecht® Erziehen ohne Schimpfen Coach, Dreifachmama, begeisterte Anwenderin der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg sowie Content- und Marketing-Expertin. Hier findest du mehr über mich.
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