
[Werbung / Kooperation]
Ein Interview mit der Finanzmentorin Katharina Böke
Geld ist für viele Frauen noch immer ein sensibles Thema – dabei betrifft es uns alle, besonders im Hinblick auf Altersvorsorge, finanzielle Unabhängigkeit und unsere Rolle als Vorbild für unsere Kinder.
In diesem Interview spreche ich mit Finanzmentorin Katharina Böke darüber, warum Sparen allein nicht ausreicht, wie Frauen ein gesundes Money Mindset entwickeln und weshalb finanzielle Bildung bereits im Familienalltag beginnen sollte. Ein ehrliches, motivierendes Gespräch über Geld, Börse, Mut und die Chance, unseren Kindern einen selbstbewussten Umgang mit Finanzen mitzugeben:
Wie Frauen selbstbewusst Vermögen aufbauen und Finanzwissen an ihre Kinder weitergeben
Liebe Katharina, wir sind zuletzt über meinen Artikel zu Finanzieller Unabhängigkeit für Mütter ins Gespräch gekommen und ich freue mich sehr, dass ich dir heute als Expertin noch ein paar Fragen dazu stellen darf. Stell dich doch als Erstes gerne mal vor: wer bist du, was machst du und was ist dir bei deiner Arbeit besonders wichtig?
Katharina: Herzlichen Dank, liebe Jenni. Ich bin Katharina Böke und zeige in meinen Mentorings vor allem Frauen, wie sie mit Geld umgehen und an der Börse mit Aktien gesundes Vermögen aufbauen. Dazu biete ich zwei Programme an:
- Rock your Finance: in 4 Wochen bringst du Klarheit, Automatisierungen und alltagstaugliche Routinen in dein Geld. Du verstehst, warum sparen allein nicht ausreicht und findest dein persönliches Geldsystem.
- Aktienmentoring: in 4 Monaten mache ich dich zur selbstbewussten Aktien-Investorin. Ich zeige dir nicht irgendein System, sondern teile all mein Wissen, damit du den für dich passenden Weg findest. Dabei gehen wir wie beim Führerschein durch eine Theorie- und Praxisphase. In der Praxis bin ich so lange an deiner Seite, bis du dir zutraust, dein Depot allein zu managen.
Heutzutage hat jeder eine Rentenlücke, also das Problem, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird, den gewünschten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Uns Frauen trifft das durch geschlechterspezifische Themen wie Gender-Pay-Gap oder Eltern- und Teilzeiten noch stärker. Zudem kenne ich leider viele Frauen, die sagen „das Thema macht mein Mann“ und leider auch einige, die dann nach einer Trennung ganz hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind.
Mir ist besonders wichtig, dass wir Frauen spüren, dass das Managen von Finanzen und das Investieren unsere natürlichen Talente sind und keine Themen, die wir besser wegschieben. Ich möchte die Freude weitergeben. Und den Skill. Ich möchte finanzielle Bildung selbstverständlich und leicht machen. Alles, was du heute von mir lernst, kannst du deinen Kindern mitgeben. Und das ist unglaublich wertvoll.
Wie bist du selbst zu deinem heutigen Money Mindset gekommen? Gab es Schlüsselmomente oder Aha-Erlebnisse?
Ich selbst bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem nicht viel über Geld gesprochen wurde. Sparen und Sicherheit standen immer im Vordergrund. Später habe ich Mentoren kennengelernt, die mir viel Wissen über Geld mitgegeben haben.
Frauen und Finanzen: was du als Frau jetzt tun solltest
Was würdest du sagen, sind die wichtigsten finanziellen Basics, die jede Frau kennen sollte?
Gute Frage. Ich würde das in 4 Punkte zusammenfassen.
- Steuere deine Zahlungsströme
Du solltest jederzeit wissen, was reinkommt und was rausgeht. Setze dir Budgets und steuere dein Geld. Das bedeutet insbesondere, dass du die Zukunft berücksichtigst, und einen festgelegten Betrag sparst bzw. investierst. Und zwar bevor dir der Konsum die Möglichkeit genommen hat.
Dazu bieten dir Kontenmodelle und technische Mechanismen hervorragende Möglichkeiten. In Rock your Finance setzen wir das systematisch und individuell für dich auf. Übrigens reicht es, wenn du dein Geld kennst – ich brauche keine Details über deine Zahlen. - Verstehe die Wirkung von Zins, Zinseszins und Inflation
Investiertes Geld bringt Zinsen. Wenn du diese re-investierst, also nicht zum Konsumieren nutzt, beamt dich der Zinseszins-Effekt in ganz neue Sphären. Dein Kapital wächst dann nicht linear, sondern exponentiell. Das ist der Wahnsinn! Die Inflation, die stetige Entwertung des Geldes ist quasi das Gegenteil. Sie frisst dein Geld unsichtbar auf.
Merke also: Um dein Kapital zu vermehren musst du beim Investieren mehr Zinsen erreichen als die Inflation. Verdiente Zinsen lassen wir unangetastet, damit wir den mächtigen Nutzen des Zinseszinses genießen. - Bewusster Konsum
Wenn du Geld verstehst, wirst du lernen, bewusster zu konsumieren. Als Aktionärin von Starbucks kannst du z.B. sehr viel mehr Freude haben, als nach 20 Minuten Schlange stehen für überteuerten Kaffee. - Geh los
Es braucht kein großes Vermögen, um anzufangen. Sobald du deine Finanzen steuerst, kannst du loslegen. Für jeden investierten Euro wirst du später dankbar sein. Und sei dir sicher: du kannst an der Börse Vermögen generieren. Jeder kann das. Besonders Frauen. Wenn du weißt wie, werden sich viele Ängste automatisch in Luft auflösen und riesiger Freude Platz machen. Dafür bin ich angetreten.
Welches Mindset hilft Frauen besonders, fürs Alter vorzusorgen – ohne Druck, aber mit Klarheit? Gibt es Fehler oder Mythen zu Geld und Vorsorge, die du immer wieder hörst?
Ich stelle immer wieder fest, dass eigentlich allen Frauen die Brisanz des Themas klar ist. Dennoch wird es immer wieder hinten angestellt. Die Gründe sind vielfältig und reichen von „vollem Alltag mit Job und Kindern“ bis zu echten Mindset-Themen wie „das verstehe ich sowieso nicht“ oder „an der Börse könnte ich alles verlieren“. Such dir jemanden, der dir zeigt, wie es geht und starte so schnell wie möglich. Das kann eine Versicherungsmaklerin oder Bankberaterin sein, jemand, der dir die Grundlagen der ETF-Sparpläne zeigt oder eben jemand wie ich, die dir zeigt, wie du mit Aktien an der Börse Vermögen aufbaust. Der Start kann nicht früh genug sein. Und selbst ein kleiner monatlicher Invest-Betrag kann durch den Zinseszins im Laufe der Zeit einen echten Unterschied machen.
Warum fühlt sich Geld für viele Frauen emotional so schwierig an und hast du eine Idee, wie man diese Blockaden lösen kann?
Leider ist es noch nicht lange her, dass Frauen diese Themen de facto und de jure nicht persönlich angehen konnten. So dürfen Frauen in Deutschland tatsächlich erst seit 1958 ein eigenes Bankkonto ohne die Zustimmung ihres Mannes eröffnen. Die volle finanzielle Geschäftsfähigkeit steht uns erst seit 1977 zu. Ist das nicht krass? Da ist es nicht verwunderlich, dass viele das Thema Geld und Finanzen eher Männern zusprechen. Es ist an der Zeit das neu zu denken und zu handeln. Für unsere Generation und alle, die folgen. Lasst uns loslegen!
Du hast vor kurzem eine Taschengeld-Challenge organisiert: Wie früh sollten wir mit unseren Kindern über Geld sprechen – und wie macht man das altersgerecht?
Wie wichtig ist unser eigenes Verhalten im Umgang mit Geld, wenn es darum geht, Kindern finanzielle Kompetenz vorzuleben?
Kinder lernen alles von uns. Sie sehen uns permanent als Vorbild und schauen sich alles ab. Natürlich ist es ein absoluter Vorteil, wenn du als Mama einen gesunden Umgang mit Geld hast und weitergibst. Dazu zählt nicht nur das Konsum- und Sparverhalten, sondern auch, ob und wie über Geld gesprochen wird. Geld ist permanent in unserem Leben und fester Teil des Alltags. Je früher Gespräche stattfinden, desto besser. Das ist meine Meinung. Hier habe ich dir eine kleine Übersicht zu altersgerechten Gesprächen aus meiner Taschengeldwoche mitgebracht:
- 6–8 Jahre → spielerisch, mit Bildern oder Gläser-System
- 9–12 Jahre → erste Rechenbeispiele & konkrete Sparziele
- 13–16 Jahre → Budgets, Kosten, Realität von Konsum
Ich empfehle neben dem Taschengeld ab Schulstart auch regelmäßige altersgerechte Gespräche. Reflektiert Konsum. Thematisiert Sparen und Investieren. Mein Sohn beispielsweise kann mit 9 Jahren bereits Aktiencharts lesen.
Was mir als Mutter von drei Töchtern besonders wichtig ist:
Wie können wir als Eltern verhindern, dass stereotype Rollenbilder in Bezug auf Geld an unsere Kinder weitergegeben werden? Was können wir speziell unseren Töchtern über finanzielle Unabhängigkeit beibringen?
Genauso wie wir es auch in anderen Bereichen machen. Durch authentisches Vorleben und altersgerechte Gespräche. Ich persönlich mache bei der finanziellen Bildung meiner Kinder keinen Unterschied. Beide, mein Sohn und meine Tochter sollen die gleiche Basis mitnehmen. Sie sollen nicht aus Sorge oder Angst handeln, sondern aus Freude und mit ihrem Wissen.
Eine letzte Frage: Gibt es weitere Quellen, Bücher oder Tools, die du besonders empfiehlst?
Meine Herzensempfehlung ist das Buch „Ein Hund namens Money“* von Bodo Schäfer. Es ist in einigen Ländern Pflichtlektüre in Schulen und das darf es gern bei uns auch werden. In der Geschichte lernt ein Mädchen, deren Eltern finanzielle Sorgen haben, wie Geld und Vermögensaufbau funktionieren. Nebenbei entwickelt sie noch eine starke Persönlichkeit. Das Buch ist kinderleicht geschrieben, bringt aber sicherlich auch vielen Eltern großen Mehrwert.
Liebe Katharina, ich danke dir ganz herzlich für das Interview. Es hat mich sehr gefreut, wie kraftvoll und empowernd du mir all meine Fragen beantwortet hast! Man merkt dir an, wie sehr dir das Thema am Herzen liegt.
Video-Interview
Hier habe ich Katharina auch noch mal im Instagram Live interviewt:
Den im Gespräch erwähnten Rechner, mit dem du den Wert deiner Care-Arbeit sichtbar machen kannst, findest du hier: zum Care-Rechner.
Über Katharina

Katharina Böke ist Geschäftsführerin der MAIUS CAPITAL GmbH. Sie verbindet in ihren Finanzmentorings BWL- und Konzernfinanz-Expertise mit einem klaren, praxistauglichen Prozess, der Frauen zu mehr Struktur, Sicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit Geld führt.
Im Aktienmentoring zeigt sie Frauen, wie sie selbstbewusst und souverän in Aktien investieren und ihre finanzielle Zukunft unabhängig gestalten. Als verheiratete Mama ist es ihr besonders wichtig, Finanzwissen selbstverständlich in der Familie verankern.
Hier geht’s zu Katharinas Website, wo du mehr über sie erfährst.




