Manchmal habe ich das traurige Gefühl, es macht kaum einen Unterschied, wie nachhaltig unsere Familie und viele andere Familien leben. Die, die wirklich einen Unterschied für den Klimaschutz machen können, sind die großen Konzerne, die sich bewusst für oder viel öfter gegen Umweltschutz in Produktion, Verpackung oder Recycling entscheiden.

Nachhaltig einkaufen

Vor ein paar Jahren galt Deutschland als Recycling-Weltmeister und Vorreiter in Sachen Umweltschutz, weil wir den Müll in den Haushalten so schön ordentlich trennen. Wenn man dann aber hört, wie viel davon tatsächlich recycled wird und damit noch einmal verwendet wird, sieht es allerdings sehr mau aus.

Viele Verpackungen sind aus Verbundmaterialien, die sie zwar haltbarer machen, aber auch schlecht bis unmöglich zu recyclen. Hier müsste die Politik viel mehr durchgreifen und verbindliche Umweltkriterien für die Wirtschaft festlegen. Freiwillige Selbstverpflichtungen bringen da aus meiner Sicht wenig (genau wie bei der Frauenquote im Übrigen, aber das ist ein anderes Thema…).

Nichtsdestotrotz gibt es den schönen Spruch „Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel“ (Quelle leider unbekannt). Und ich finde, an diesem Spruch ist einiges dran: es macht eben doch einen Unterschied, was wir kaufen. Und was wir eben nicht kaufen, weil es nicht nachhaltig ist und zu viel Verpackungsmüll enthält oder weite Transportwege hinter sich hat.

Es mag nur ein kleiner Unterschied sein, aber wenn viele so handeln, sinkt die Nachfrage dieser Produkte und die Wirtschaft muss reagieren.

Nachhaltigkeit Kindern näher bringen

Auch bei unseren Kindern möchten wir natürlich Vorbild sein, was die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz angeht.

Kennt ihr das auch, dass eure Kinder gerne in allen Zimmern die Türen offen und das Licht angeschaltet lassen, auch wenn sie den Raum schon längst verlassen haben?

Mir ging es erst vor kurzem so: während ich im Schlafzimmer aufgeräumt habe, haben die Kinder erst im Wohnzimmer gespielt, sind dann aber zum Spielen in eines der Kinderzimmer umgezogen. Als ich wieder zurück ins Wohnzimmer gekommen bin, waren alle Lichter an und die Türen zum Flur weit offen. Gerade während der Heizperiode ist es bei uns im Flur deutlich kälter als in den anderen Zimmern. Daher ist es mir aus Energiespargründen wichtig, dass die Türen immer geschlossen werden.

Nachhaltigkeit in Kinderbüchern erklärt

Das Kinderbuch „Der kleine Umweltschreck“* haben wir schon länger und unser Julimädchen hatte sich schon im letzten Winter eine der Seiten aus dem Buch auf eigene Initiative kopiert und an ihrer Zimmertür befestigt. Dort sieht man übersichtlich, auf welche Dinge wir achten können, um Strom, Wasser und Energie zu sparen. Zufällig hat das Julimädchen dieses Buch gestern aus ihrem Bücherregal herausgesucht und wir haben es gemeinsam gelesen.

Nachhaltiges Familienleben - das Kinderbuch "Der kleine Umweltschreck"
Nachhaltiges Familienleben – mit dem Kinderbuch „Der kleine Umweltschreck“

Im Buch wird den Kindern spielerisch erklärt, warum es wichtig, mit Energie und Wasser sparsam umzugehen. Der kleine Umweltschreck möchte dabei möglichst viel Energie verbrauchen, während seine Gegenspielerin die kleine grüne Fee auf das Sparen von Energie achtet. An vielen Stellen im Haus, Garten, aber auch beim Autofahren und im Kindergarten erfahren Philip und seine Schwester Katharina im Buch, wie sie nachhaltiger und sparsamer agieren können.

Ich mag das Buch wirklich gerne, weil es meinen Kindern auf einfache Weise zeigt, wie wichtig Nachhaltigkeit ist. Und als netter Nebeneffekt bin ich viel weniger die doofe Mama, die ständig daran erinnern muss, das Licht auszuschalten und die Türen zu schließen. Im Gegenteil – häufig sind es auch die Kinder, die uns an nicht gerade sparsame Dinge wie ein TV oder Laptop im Standby-Modus erinnern.

Wie wir gemeinsam Strom sparen können

Doch nicht nur die Kinder, auch wir Erwachsene sind oft unachtsam, was das Stromsparen angeht. Hier findet ihr ein paar Tipps, die teilweise auch schon im „Kleinen Umweltschreck“ genannt werden und mir immer mal wieder auffallen, dass wir sie im Alltag oft vergessen:

  • Standby-Geräte mit einem Kippschalter ausschalten
  • LED-Lampen oder Energiesparlampen verwenden
  • Ladegeräte von Smartphone und Co. nach dem Aufladen aus der Steckdose nehmen
  • Kühlschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine im Öko-Modus verwenden
  • Backofen ohne Vorheizen verwenden und Restwärme beim Kochen und Backen nutzen
  • Kühlschrank und Gefriertruhe regelmäßig abtauen
  • Wäsche auf niedrigen Temperaturen waschen (30°C ist meist völlig ausreichend) und Wäscheständer statt Trockner nutzen

Das mögen nur ein paar Kleinigkeiten sein, aber damit lässt sich nicht nur Strom, sondern auch Geld sparen und ihr tut etwas Gutes für die Umwelt.

Außerdem versuchen wir nicht nur so wenig wie möglich Strom zu verbrauchen: wir sorgen übrigens gleichzeitig auch für nachhaltigen Strom – mit einer Solaranlage auf unserem Dach.

Wasser sparen in der Familie

Auch beim Wasser sparen gibt es ein paar Tricks, die im Alltag schon viel helfen können:

  • Einen Wasser sparenden Duschkopf verwenden bzw. einbauen
  • Duschen statt Baden
  • Die Wasserspartaste bei der Toilettenspülung verwenden
  • Einen tropfenden Wasserhahn reparieren (lassen)
  • Beim Hände waschen während des Einseifens den Wasserhahn ausstellen
  • Geschirrspüler und Waschmaschine im Öko-Modus verwenden – spart nicht nur Strom, sondern auch Wasser
  • Blumen im Garten und auf dem Balkon mit Regenwasser gießen

Daneben achten wir auch beim Einkaufen darauf, möglichst wenig Produkte zu kaufen, die viel Wasser in der Herstellung benötigen – und dazu oft auch noch einen weiten Transportweg haben. Dazu gehören beispielsweise Avocados, Bananen oder Rindfleisch.

Eine Avocado wächst
Da ich sehr gerne Avocados esse, habe ich vor kurzem versucht, aus einem Avocado-Kern keimen zu lassen.

Es hat eine Weile gedauert, aber mittlerweile sind daraus die ersten Wurzeln und Triebe entstanden. Es ist nicht besonders wahrscheinlich, aber wer weiß, vielleicht hängen daran eines Tages unsere eigenen Avocados und wir sind ein Stück weit unabhängiger von Supermärkten und Co.

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